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 Die Zitterpappel (Populus tremula) wurde heute zum Baum des Jahres 2026 gewählt. „Die Zitterpappel steht für Anpassungsfähigkeit und Pioniergeist – Eigenschaften, die seit jeher auch den Privatwald auszeichnen“, so Philip Freiherr von Oldershausen, Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen. „Der menschengemachte Klimawandel ist auf der Überholspur und droht uns in vielen Bereichen abzuhängen. Doch in der Forstwirtschaft hat man bereits vor Jahrzehnten die Zeichen der Zeit erkannt und mit dem Waldumbau begonnen. Es gilt das Risiko zu streuen und verschiedene Baumarten gemäß ihrer Stärken einzusetzen“ kommentiert von Oldershausen.

Die Zitterpappel ist ein echter Pionierbaum – sie kommt gut auf Freiflächen zurecht und wirkt unter anderem bodenverbessernd für nachfolgende Bestandesgenerationen. Damit ist sie ein Sinnbild für das, was der Privatwald heute braucht: Flexibilität sowie Vertrauen in den Wandel und in die Zukunft.

Doch für Präsident von Oldershausen ist klar: Es braucht verbindliche Zusagen und klare Ergebnisse auf allen politischen Ebenen. „Das Gegenteil von Vertrauen sind immer neue Kontrollmechanismen und Nachweispflichten. Die Waldbesitzenden pflegen und erneuern ihren Wald seit Generationen. Politik und Gesellschaft können auch in Zukunft auf den verantwortungsvollen Umgang der Eigentümer und Eigentümerinnen mit ihren Wäldern vertrauen. Echte Pionierarbeit auf politischer Ebene wäre eine Umkehr des Bürokratieaufbaus und eine echte Anerkennung der Leistungen des Privatwaldes“, erklärt Präsident von Oldershausen.