Förderung forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse - Notifizierung bei der EU-Kommission erfolgt - Brüssel hat zugestimmt

Die beihilferechtliche Genehmigung der Förderung von forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen (FWZ) durch die EU-Kommission ist erfolgt.

Nach Information des BMEL fehlten nur noch einige technische Änderungen des Fördergrundsatzes, die in den nächsten Wochen

umgesetzt werden sollen. Damit können die Zusammenschlüsse bald mehr Förderung für bestimmte Dienstleistungen für ihre Mitglieder in Anspruch nehmen.

Dazu gehören u.a.: Die Planung von Maßnahmen, die Vermittlung von Unternehmen für deren Durchführung, die Kontrolle der Arbeiten,

die Vermittlung von Abnehmern von Produkten aus den Wäldern oder auch die Beantragung von Fördermitteln. Bisher unterlag die Förderung der De-minimis-Auflage.

 

Lesen Sie hier die Pressemitteilung des BMEL.

 

Bundesförderung "Klimaangepasstes Waldmanagement" startet am 12. November 2022:

Für das neue Programm „Klimaangepasstes Waldmanagement“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) können Waldbesitzende ab dem 12. November 2022 Förderung beantragen. Die Anträge können ganz einfach online bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) auf www.klimaanpassung-wald.de gestellt werden.

Auf dieser Webseite können sich die Betriebe schon ab dem späten Nachmittag des 11. Novembers, nachdem das Programm im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, auch über die genauen Kriterien informieren, die für eine Förderung eingehalten werden müssen. Über das neue bundesweite Förderprogramm können bis Jahresende 200 Millionen Euro von privaten und kommunalen Waldbesitzern abgerufen werden. Bis 2026 stehen insgesamt 900 Millionen Euro bereit.

 

Bei Fragen zum Förderprogramm und zur Antragstellung - wenden Sie sich bitte an die FNR:
per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 telefonisch: 03843/6930-600 (Mo. - Do. 9:00 – 14:00 Uhr, Fr. 9:00 – 11.00 Uhr).

 

Hinweis:

Waldbesitzer müssen einen Nachweis über die Einhaltung der im Förderprogramm definierten Kriterien über ein anerkanntes Zertifizierungssystem, wie z.B. PEFC erbringen.
Um am PEFC-Fördermodul teilzunehmen, werden Sie sich am Jahresanfang 2023 bei PEFC Deutschland registrieren können. Die PEFC-Urkunde zum PEFC-Fördermodul dient dann als Nachweis, den Sie bei der FNR einreichen können.

WICHTIG: Ihr Nachweis über Ihre Teilnahme am PEFC-Fördermodul darf erst bei der FNR eingereicht werden, nachdem Sie den Antrag dort gestellt und die Förderung erhalten haben. Stellen Sie Ihren Antrag im November oder Dezember 2022, werden Sie bis Nov/Dez 2023 Zeit haben, den Beleg für Ihre Teilnahme am PEFC-Fördermodul nachzureichen. https://www.pefc.de/waldbesitzende/das-pefc-fordermodul/

 

Pressemitteilung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft:

Wald-Klima-Paket: Förderung beantragen ab dem 12. November

Für das neue Programm „Klimaangepasstes Waldmanagement“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) können Waldbesitzende ab dem 12. November 2022 Förderung beantragen. Die Anträge können ganz einfach online bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) auf www.klimaanpassung-wald.de gestellt werden. Auf dieser Webseite können sich die Betriebe schon ab dem späten Nachmittag des 11. Novembers, nachdem das Programm im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, auch über die genauen Kriterien informieren, die für eine Förderung eingehalten werden müssen.

Dazu sagt Bundesminister Cem Özdemir: „Wer den Wald stärkt, macht starken Klimaschutz. Wir helfen Waldbesitzenden dabei, ihre Wälder an die Folgen der Klimakrise anzupassen und für kommende Generationen zu erhalten. Wir geben ihnen für diese Zukunftsaufgabe eine verlässliche Perspektive."

Gefördert werden Betriebe, die ihre Wälder nach Kriterien bewirtschaften, die sowohl über den gesetzlichen Standard als auch über bestehende Zertifizierungen wie PEFC und FSC nachweislich hinausgehen. Mit dem Wald-Klima-Paket führt das BMEL eine langfristige Förderung ein, mit der zusätzliche Klimaschutz- und Biodiversitätsleistungen finanziert werden.

Im Jahr 2022 gestellte Anträge werden auf de-minimis-Basis bewilligt (maximal 200.000 Euro Förderung in drei Jahren). Für Anträge ab dem Jahr 2023 strebt das BMEL eine beihilferechtliche Freistellung an, damit die de-minimis-Auflage wegfallen kann. Über das neue, bundesweite Förderprogramm können bis Jahresende 200 Millionen Euro abgerufen werden. Das Programm ist Teil der „Honorierung der Ökosystemleistung des Waldes und von klimaangepasstem Waldmanagement“. Dafür stehen aus dem Klima- und Transformationsfonds 900 Millionen Euro bis zum Jahr 2026 bereit.

Mehr Informationen zum „Klimaangepassten Waldmanagement“ lesen Sie hier.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Pressestelle des BMEL

 

 

 

 

Weiteres zur Forstlichen Förderung:

Das Gesetz zur Erhaltung des Waldes und zur Förderung der Forstwirtschaft (BWaldG) gibt hier in §41 Förderung die Leitlinien der Förderung vor.

Die Forstwirtschaft soll wegen der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes öffentlich gefördert werden. Die Förderung soll insbesondere auf die Sicherung der allgemeinen Bedindungen für die Wirtschaftlichkeit von Investitionen zur Erhaltung und nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes gerichtet sein. Die Forstwirtschaft soll unter Berücksitigung ihrer naturbedingten und wirtschaftlichen Besonderheiten vor allem durch die Wirschafts-, Verkehrs-, Agrar-, Sozial- und Steuerpolitik in den Stand gesetzt werden, den Wald unter wirtschaftlich angemessenen Bedingungen zu nutzen und zu erhalten. 

Hans Carl von Carlowitz prägte 1713 in seiner Schrift „Sylvicultura Oeconomica“ den Begriff Nachhaltigkeit. Mit Blick auf die steigende Holzknappheit kritisierte er das allein auf kurzfristigen Gewinn ausgerichtete Wirtschaften . Er stellte fest, wer nur so viel erntet, wie auch nachwächst, kann den Wald auch für die künftige Generation erhalten. Politisch basiert die Nachhaltigkeit auf drei Säulen: der ökonomischen Nachhaltigkeit, der ökologischen Nachhaltigkeit und der sozialen Nachhaltigkeit.

Honorierung der Leistungen der Forstwirtschaft für die Gesellschaft: Erholung, Freizeit und Sport sowie Ökosystemleistungen

"Schützen durch Nützen" - diesem Motto folgen wir! Die Schutzfunktion ist Teil unserer nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Über zwei Drittel der niedersächsischen Wälder haben einen Schutzstatus.

Aktuelle Informationen rund um Schäden im Wald, Handlungsempfehlungen zum Umgang und zur Prävention von Waldschäden finden Sie auf den Seiten der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA).

Der Waldbesitzerverband Niedersachsen ist Teil der Regionalen PEFC-Arbeitsgruppe.

Nach §123 SGB VII sind alle Waldbesitzer Mitglied der SVLFG (Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau), unter 0,25 Hektar kann sich der Waldbesitzer auf Antrag von der Mitgliedschaft befreien lassen (vgl. §5 SGB VII und §74 Satzung der SVLFG).