Weihnachtsbaumübergabe des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen an die Niedersächsische Staatskanzlei
- Details
Hannover [28.11.2025] – Auch in diesem Jahr setzt der Waldbesitzerverband Niedersachsen, unter Mithilfe von Hof Oelkers und dem Sägewerk Holtmeyer eine festliche Tradition fort: Die feierliche Übergabe des Weihnachtsbaumes an die Niedersächsische Staatskanzlei. Mit der Nordmanntanne wird die Landesregierung symbolisch auf die Bedeutung der niedersächsischen Forstwirtschaft aufmerksam gemacht.
Der Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen, Philip Freiherr von Oldershausen, überreichte den rund 4,50 m hohen, von Beschäftigten der Staatskanzlei, geschmückten, Nadelbaum an Ministerpräsident Olaf Lies.
Philip von Oldershausen, Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen (links), überreicht dem Ministerpräsidenten Olaf Lies (rechts), den Weihnachtsbaum des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen. (Foto: WBV)
„Mit der Übergabe des Weihnachtsbaumes möchten wir nicht nur die Adventszeit einläuten, sondern auch symbolisch die wertvolle Arbeit der Waldbesitzenden verdeutlichen“, erklärte Präsident von Oldershausen. „Der Wald ist Klimaschützer, Wirtschaftsfaktor, Erholungsraum und Lebensraum zugleich. Seine Pflege verlangt Engagement, Fachwissen und langfristiges Denken. Für unsere Wälder ist das Thema Resilienz besonders wichtig. Eigentlich bräuchten wir in Zukunft mindestens zwei oder drei Bäume, die geschmückt werden, es könnte ja einer ausfallen. Wir haben uns aber auf einen Baum verständigt – never change a running system“.
- Details
|
Der Parlamentarische Abend des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen stand ganz im Zeichen des Austausches zwischen Politikern und Akteuren des ländlichen Raumes. Philip von Oldershausen, Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen formulierte bei der Eröffnung ein klares Ziel für den Abend: „Wir wollen Ihnen heute Abend O-Töne aus dem Flächenland Niedersachsen präsentieren, die nicht das Ziel haben Gegensätze darzustellen, sondern aufzuklären und Ideen zu präsentieren“. In ihrem Grußwort nutzte die Landtagsvizepräsidentin Barbara Otte-Kinast die Gelegenheit, um ausdrücklich allen Akteuren zu danken, die sich um den niedersächsischen Wald kümmern. Dabei machte sie deutlich, dass vielen weder der hohe Anteil an Privatwald bewusst ist noch, dass sie beim Wandern häufig im Privatwald unterwegs sind.
Landtagsvizepräsidentin Barbara Otte-Kinast hält das Grußwort zur Eröffnung des Parlamentarischen Abends. (Foto: Florian Schönfeld)
Die Zitterpappel (Populus tremula) wurde heute zum Baum des Jahres 2026 gewählt. „Die Zitterpappel steht für Anpassungsfähigkeit und Pioniergeist – Eigenschaften, die seit jeher auch den Privatwald auszeichnen“, so Philip Freiherr von Oldershausen, Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen. „Der menschengemachte Klimawandel ist auf der Überholspur und droht uns in vielen Bereichen abzuhängen. Doch in der Forstwirtschaft hat man bereits vor Jahrzehnten die Zeichen der Zeit erkannt und mit dem Waldumbau begonnen. Es gilt das Risiko zu streuen und verschiedene Baumarten gemäß ihrer Stärken einzusetzen“ kommentiert von Oldershausen.
Waldzustandsbericht 2025: Mittlere Kronenverlichtung und Anteil starker Schäden gestiegenL P D und Waldbesitzerverband Niedersachsen – Die Zahlen des aktuellen Waldzustandsberichtes 2025 sind ernüchternd – aber sie überraschen niemanden, der mit dem Wald arbeitet. „Die Ergebnisse sind eine direkte Folge des menschengemachten Klimawandels“, sagt Philip von Oldershausen, Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen. Seit Jahrhunderten wirtschaften die Forstleute nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit. Trotzdem stehen sie den Folgen des Klimawandels heute machtlos gegenüber. Der Bericht zeigt deutlich: Jeder Baum in Niedersachsen ist vom Klimawandel betroffen – selbst jene, die von Umweltverbänden als „Zukunftsbäume“ bezeichnet werden. Für von Oldershausen ist das ein Warnsignal: „Umso wichtiger ist es, dass wir den Waldumbau kreativ und breit anlegen. Doch die politischen Vorgaben sind so strikt, dass sie uns beim Waldumbau die Hände binden.“ Der Winter 2024/25 brachte zunächst Hoffnung: viel Niederschlag, gut gefüllte Böden, stabile Jungpflanzen. Doch von Februar bis Juni blieb zu viel Regen aus, und im August setzten Hitze und Trockenheit dem Wald erneut zu. Viele Bäume verloren den Kontakt zum Wasser – mit sichtbaren Folgen für die Vitalität. „Für diesen Zustand können die Försterinnen und Förster in Niedersachsen nicht verantwortlich gemacht werden“, betont von Oldershausen. Die Waldbesitzenden reagieren seit Jahrzehnten auf die veränderten Bedingungen. Schon vor 50 Jahren begann der Umbau hin zu artenreicheren, klimaangepassten Mischwäldern. Die Förderung durch das Land hat diesen Wandel bislang unterstützt. Doch nach Einschätzung des Waldbesitzerverbandes drohen die engen politischen Vorgaben, den Fortschritt auszubremsen. „Der Waldumbau ist ein Generationenwerk – er geschieht nicht über Nacht“, sagt der Verbandspräsident. Niemand könne heute sicher sagen, welche Baumarten in 50 Jahren am besten mit den klimatischen Bedingungen zurechtkommen. „Deshalb wäre es ein Fehler, jetzt schon festzuschreiben, welche Arten gefördert werden dürfen und welche nicht. Unsere Waldbesitzenden brauchen Freiraum, um auf lokale Bedingungen reagieren zu können.“ Trotz aller Rückschläge zeigt sich von Oldershausen kämpferisch. „Solche Schadenberichte wird es auch künftig geben. Doch unsere Waldbesitzenden lassen sich davon nicht entmutigen. Im Gegenteil: Sie werden ihre Wälder weiter umbauen und noch vielfältiger gestalten.“ Die Praxis zeige, dass die Waldbesitzenden in Niedersachsen mit Augenmaß vorgehen. „Niemand ersetzt einfach eine Baumart durch eine andere. Es geht darum, den Wald als lebendiges System weiterzuentwickeln – widerstandsfähiger, stabiler und anpassungsfähiger.“ Besonders kritisch sieht der Waldbesitzerverband den neu eingerichteten „Klimarat“ der Landesregierung. Von Oldershausen bezweifelt, dass ein weiteres Gremium die tatsächlichen Probleme lösen kann. „Wir lösen das Problem nicht allein in Niedersachsen. Wir können aber weiter diskutieren, Verbote aussprechen und neue Auflagen erfinden – helfen wird das den Bäumen nicht.“ Auch die oft zitierte Zahl einer um 8,5 Prozent geschrumpften Waldfläche weist der Verband zurück. Die Flächen seien nicht verloren, sondern die Bestände durch Stürme, Trockenheit und Insektenbefall abgestorben. In vielen Regionen sei längst wieder aufgeforstet worden – häufig aus Eigeninitiative der Waldbesitzenden. Der Waldzustandsbericht 2025 zeigt deutlich, wie tief der Klimawandel die Wälder in Niedersachsen bereits verändert hat. Doch er zeigt auch: Waldbesitzer handeln – trotz enger politischer Vorgaben, trotz Risiken und trotz wiederkehrender Schäden. „Wir können so viel Waldumbau betreiben, wie wir wollen – wenn sich die Wetterextreme nicht reduzieren und der weltweite Temperaturanstieg nicht aufgehalten wird, ändert das am Zustand der Wälder nichts“, fasst von Oldershausen zusammen. „Das ist die Kernbotschaft dieses Berichts – und ein Appell an die Gesellschaft, den Klimawandel endlich ernst zu nehmen.“ (LPD 83/2025, Silke Breustedt-Muschalla)
Am 16.09.2025 waren die Vorsitzenden der forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse aus dem Gebiet des ehemaligen Waldbesitzerverbandes Hannover nach Bispingen/Behringen gekommen, um einen neuen Vorsitzenden an die Spitze der Bezirksversammlung Hannover zu wählen. Heiner Beermann wurde auf der Mitgliederversammlung im März diesen Jahres als langjähriges Vorstandsmitglied und Vizepräsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen auf eigenen Wunsch, aus Altersgründen verabschiedet. Nun folgte auch sein Abschied als Vorsitzender der Bezirksversammlung Hannover. „Einsatz und Engagement von Heiner Beermann für den Waldbesitzerverband Niedersachsen sind mit Worten nicht zu beschreiben. Man merkt, dass der Wald für ihn eine Herzensangelegenheit ist“, lobt der Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen, Philip Freiherr von Oldershausen, den Einsatz des verabschiedeten Vorsitzenden. Die Versammlung wählte Hans-Peter Bockelmann einstimmig zum Nachfolger von Heiner Beermann. „Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, sich für den Erhalt des Eigentums als grundgesetzlich geschütztes Gut einzusetzen. Wir Waldbesitzende erfüllen mit der Bewirtschaftung unserer Waldflächen wichtige gesellschaftliche Funktionen – von dieser Bewirtschaftung sollten wir leben können. Wir müssen uns daher alle dafür einsetzen, dass diese Leistungen auch honoriert werden“, skizziert Bockelmann seine Agenda.
V. li. n. re.: Hans-Peter Bockelmann (Neuer Vorsitzender Bezirksversammlung Hannover), Heiner Beermann (Verabschiedeter Vorsitzender Bezirksversammlung Hannover), Philip Freiherr von Oldershausen (Präsident Waldbesitzerverband Niedersachsen); (Foto: Petra Sorgenfrei)
Die Bezirksversammlung Weser-Ems repräsentiert die forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse aus dem Bereich Weser-Ems im Waldbesitzerverband Niedersachsen. Auf der Versammlung am 25.08.2025 wurde Alexander von Fricken einstimmig als neuer Vorsitzender der Bezirksversammlung Weser-Ems gewählt. Sein Vorgänger, Eckhard Thye, bedankte sich bei den Ausschussmitgliedern für die produktive Zusammenarbeit und wünscht seinem Nachfolger alles Gute für die neue Position. „Ich bin dankbar, einen so dynamischen und engagierten Nachfolger gefunden zu haben“, so Thye zu Beginn der Amtsübergabe.
Alexander von Fricken (links) und Eckhard Thye (rechts) bei der Amtsübergabe. (Foto: Meyer, Waldbesitzerverband Niedersachsen) Weiterlesen: Neuer Vorsitzender der Bezirksversammlung Weser-Ems |

RSS-Feed abonnieren



