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Der Tag des Waldes - auch ein Tag der Waldbesitzenden?

Hannover [20.03.2026] – Die Menschen in Deutschland haben traditionell eine sehr emotionale Beziehung zum Wald. Gerade in den letzten Jahren haben das Bewusstsein und die Wertschätzung für den Wald noch mehr zugenommen. Aber auch die Inanspruchnahme des Waldes und die Interessenskonflikte rund um den Wald und die Forstwirtschaft sind in den letzten Jahren signifikant angestiegen. Dies macht sich nicht nur vor Ort bemerkbar, indem die Tier- und Pflanzenwelt durch den Freizeitdruck belastet wird, sondern auch in der stetig steigenden Regelungsflut die von der EU-, Bundes- und Landesebene auf die Waldbesitzenden einwirkt.

Der Wald erbringt zahlreiche Ökosystemleistungen!

 „Der Wald erbringt das ganze Jahr – Tag und Nacht vielseitige Ökosystemleistungen, manche davon leise und weitestgehend unbemerkt, zum Beispiel das Filtern der Grundwasserspende, manche prominent und im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit, wie die Bindung von Kohlenstoff“, erklärt Philip von Oldershausen, Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen. „Die Waldbesitzenden erhalten und mehren den Wald seit Generationen. Sie tragen Verantwortung für ihre Bestände und haben seit jeher ein ureigenes Interesse daran, dass ihre Wälder gesund und zukunftsfähig sind. Seit drei Jahrhunderten handeln Waldbesitzende sowie Försterinnen und Förster nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit. Für die Waldbesitzenden braucht es daher die gesellschaftliche Anerkennung mit einer angemessenen finanziellen Vergütung der Ökosystemleistungen des Waldes. Insofern ist der Tag des Waldes auch eine gute Gelegenheit, um die Leistung der Waldbesitzenden in Niedersachsen und ganz Deutschland zu würdigen“, so Präsident von Oldershausen.

Der Wald im Klimawandel – Opfer und Retter zugleich

Und doch leiden Wald und Forstwirtschaft immer stärker unter dem gesamtgesellschaftlich forcierten Klimawandel. Die Folgen des Klimawandels entfalten immer schneller ihre Wirkung und drohen so die Entwicklungszyklen in der Forstwirtschaft und den seit Jahrzehnten andauernden Waldumbau zu überflügeln. „Zeit und Fläche sind ein knappes Gut. Und doch sorgen gerade große Infrastrukturprojekte immer wieder für unvermeidbare Eingriffe in die Natur.

Produktionsintegrierte Kompensation – der Schlüssel zum Erfolg

Durch produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahmen (PIK) können diese Eingriffe auf forstwirtschaftlich genutzten Flächen ausgeglichen werden, ohne dass die Funktion des Waldes als Wirtschaftsfläche verloren geht. „PIK sind der Schlüssel zum Erfolg, wenn es darum geht, die Interessen und Rechte der Eigentümer mit gesellschaftlichen Ansprüchen zu fairen Konditionen zu vereinen. Es braucht keine engmaschigen Regelungen aus der Politik, die das Recht am Eigentum immer weiter aushöhlen, sondern Handlungsspielraum und finanzielle Anreizsysteme für die Waldbesitzenden, um die kommenden Herausforderungen in der Klimakrise zu meistern“, stellt der Präsident des Waldbesitzerverbandes fest: „Dies gilt insbesondere für die EU-Verordnung zu entwaldungsfreien Produkten und die Wiederherstellungsverordnung.“